Porsche 9111988-1994
Bekannte Probleme und Schwachstellen — gesammelt aus dem Internet und der Community.
16
Probleme
1985
Erwähnungen
0
Community-Votes
7
Kritisch / Hoch
Ölverlust an Ventildeckeln und Ölrücklaufrohren
Die Dichtungen der Ventildeckel und die Ölrücklaufrohre werden durch die hohen Temperaturen des luftgekühlten Motors mit der Zeit spröde. Dadurch tropft Motoröl auf die heißen Wärmetauscher, was zu einer deutlichen Geruchsbelästigung und Rauchentwicklung führt. Der Austausch der Rücklaufrohre ist dank teleskopierbarer Ersatzteile heute oft ohne komplette Motorzerlegung möglich.
Ausfall des DME-Relais
Das DME-Relais (Digitale Motor Elektronik) steuert die Benzinpumpe und das Motorsteuergerät des 3.2 Carrera. Durch ständige Vibrationen und thermische Belastung entstehen feine Haarrisse in den Lötstellen im Inneren des Relais. Dies führt zu plötzlichen Motoraussetzern während der Fahrt oder dazu, dass das Fahrzeug gar nicht mehr anspringt.
Gerissene Zylinderstehbolzen (Dilavar-Bolzen)
Beim 3.2 Liter Boxermotor können die unteren Stehbolzen aus Dilavar-Stahl aufgrund von thermischer Belastung und Korrosion abreißen. Dies führt zu Undichtigkeiten zwischen Zylinder und Zylinderkopf, was sich durch abblasende Geräusche bemerkbar macht. Eine Reparatur erfordert eine aufwendige und kostenintensive Motorrevision.
Rost an B-Säule und Schlosssäule
Obwohl die Karosserien ab 1981 vollverzinkt wurden, ist Rost beim G-Modell Cabriolet weiterhin ein Thema, besonders an den B-Säulen und Schlosssäulen. Verstopfte Wasserabläufe im Verdeckkasten führen dazu, dass sich Feuchtigkeit sammelt und die Struktur von innen nach außen durchrostet. Auch die vorderen Kotflügel und der Bereich um den Tankeinfüllstutzen sind gefährdet.
Rost an Karosserie und tragenden Teilen
Trotz serienmäßiger Hohlraumkonservierung und Feuerverzinkung kann das Blech rosten, da die Zinkschicht mit der Zeit altert. Besonders betroffen sind Lampentöpfe, Rückleuchten, Scheibenrahmen, A-Säulen, Schweller und Stehbleche.
Defekte an der automatischen Heizungssteuerung (Heiztronic)
Die Heizung des luftgekühlten Elfers funktioniert über Wärmetauscher am Auspuff, deren Warmluft über elektrische Heizklappen in den Innenraum geleitet wird. Die Stellmotoren im Fußraum oder die Temperaturfühler im Innenraum fallen nach Jahrzehnten häufig aus. Das Resultat ist meist eine Heizung, die sich entweder gar nicht mehr abstellen lässt oder komplett kalt bleibt.
Verschleiß und Undichtigkeiten am Cabrio-Verdeck
Das Stoffverdeck und insbesondere die eingenähte Kunststoff-Heckscheibe leiden stark unter UV-Strahlung und Alterung, wodurch die Scheibe blind wird oder reißt. Das Gestänge kann ausschlagen, was zu Windgeräuschen und Wassereintritt in den Innenraum führt. Bei den späten Modellen (1988-1989) mit elektrischem Verdeck können zudem die Mikroschalter oder Stellmotoren streiken.
Ölverlust und schwitzende Ölschläuche
Der Motor neigt zu Ölverlust, oft schwitzen die Ölschläuche an den Fittingen. Ein komplett trockener Motor ist bei diesem Modell eher ungewöhnlich und kann auf einen zu niedrigen Ölstand hindeuten.
Ausgetrocknete Fahrwerksbuchsen
Die originalen Gummibuchsen der Fahrwerksaufhängung trocknen nach über 30 Jahren aus, schrumpfen und werden rissig. Dies führt zu einem schwammigen Fahrverhalten und einer unpräzisen Lenkung, die dem sportlichen Charakter des 911 nicht gerecht wird. Ein Austausch der Buchsen und eine korrekte Einstellung der Drehstabfedern sind für ein sicheres Fahrverhalten unerlässlich.
Verschleiß der Synchronringe (G50-Getriebe)
Die Modelle der Baujahre 1988-1989 sind mit dem begehrten und robusteren G50-Getriebe ausgestattet. Dennoch können bei hohen Laufleistungen die BorgWarner-Synchronringe verschleißen, was sich durch Kratzgeräusche beim schnellen Schalten in den zweiten oder dritten Gang äußert. Auch die hydraulische Kupplungsbetätigung kann durch undichte Nehmerzylinder Probleme bereiten.
Probleme mit der Auspuffanlage und Wärmetauschern
Die Auspuffanlage und insbesondere die Wärmetauscher sind anfällig für Rost und Verschleiß. Ein Austausch dieser Komponenten ist oft mit hohen Kosten verbunden.
Ausgeschlagene Fahrwerksbuchsen
Bei schlecht gepflegten Fahrzeugen sind häufig die Fahrwerksbuchsen ausgeschlagen. Dies macht sich meist schon bei langsamer Fahrt über schlechte Straßen bemerkbar.
Poröse CV-Manschetten der Antriebswellen
Die Antriebswellen selbst sind robust, aber die CV-Manschetten (Achsmanschetten) werden mit der Zeit porös und rissig. Dadurch kann Fett austreten und Schmutz eindringen, was langfristig die Gelenke zerstört.
Poröse Benzinschläuche der Einspritzanlage
Die Benzinschläuche der Einspritzanlage werden über die Jahre porös und können undicht werden. Dies stellt ein potenzielles Brandrisiko dar und sollte regelmäßig kontrolliert werden.
Verschleiß an Traggelenken und Spurstangenköpfen
Die Traggelenke und Spurstangenköpfe unterliegen einem natürlichen Verschleiß und müssen bei älteren Modellen oft ausgetauscht werden. Dies beeinträchtigt die Lenkpräzision und das Fahrverhalten.
Defektes Leerlaufregelventil
Das Leerlaufregelventil kann ausfallen, was zu unruhigem Motorlauf im Stand führt. Der Austausch ist jedoch relativ unkompliziert und kostengünstig.